Der Wald als Naturraum: Was meinen wir überhaupt, wenn wir von „Wald“ sprechen?
Das Bundesforschungszentrum für Wald (BML. 2024) sammelt alle Daten, die es über den österreichischen Wald zu wissen gibt. Fast die Hälfte der österreichischen Staatsfläche besteht aus Wald: Mit vier Millionen Hektar sind 47,9 Prozent von Österreich Wald. Österreich gehört damit im europäischen Vergleich zu den waldreichen Ländern (Statistisches Bundesamt. 2022). Nur Estland (57 Prozent Waldfläche), Montenegro (61 Prozent), Russische Föderation (50 Prozent), Schweden (69 Prozent) und Slowenien (62 Prozent) haben mehr Waldfläche.
Die waldreichsten Regionen in Österreich sind laut Waldinventur die Steiermark, Kärnten, Salzburg und Oberösterreich. Das Bundesministerium verweist auf den bekannten Trend, dass auch in Österreich gerade mit Blick auf die Biodiversität und die Klimaresistenz des Waldes mehr Laubholzmischbestände wachsen sollen. Aktuell finden sich in österreichischen Wäldern laut der Waldinventur rund 46 Prozent Fichte, 10 Prozent Rotbuche, 4,8 Prozent Lärche, 3,7 Prozent Weißkiefer, 2,4 Prozent Tanne, 1,8 Prozent Eiche und über 30 Prozent sonstige Baumarten.
Es ist eine indirekte, aber sehr wichtige Aufgabe der Natur- und Erlebnispädagokgik das Ökosystem Wald durch Umweltbildung und Wissensvermittlung zu schützen. Denn der Wald mit den vielen Biotopen und Biozönosen, die es beherbergt, stehen in einer ständigen, vielfältigen Wechselwirkung. Jedes Lebewesen ist Teil eines ausgewogenen Ökosystems, in dem es seine Nahrung erhält, ohne dass der Lebensraum dadurch geschädigt wird – ein Zustand des ökologischen Gleichgewichts.

Meine Quellen:
BML Bundesforschungszentrum für Wald (2022): Österreichische Waldinventur. Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft Regionen und Wasserwirtschaft. Online unter: https://waldinventur.at (zuletzt aufgerufen: 10.11.2024)
